Die Sonne geht auf
 

DAS LEBEN DES MIKAO USUI

 

Ich behaupte nicht, dass die folgenden Behauptungen wahr sind. So wenig wahr, wie die Reikilegende wahr ist. Viele Hintergründe und Zusammenhänge aus Usuis Leben sind heute nicht mehr wirklich nachweisbar, so dass vieles der folgenden Biographie eher eine Möglichkeit, denn bewiesene Lebensgeschichte ist. Wahr ist, dass ich die folgenden Worte zusammengestellt habe. Manches habe ich aus amerikanischen oder englischen Texten übersetzt oder übersetzen lassen. Bitte verstehen Sie diesen Text als Fragment .  . und falls Sie weitere Fragmente besitzen, informieren Sie mich darüber . . . . und als erweiterbare Geschichte.

Mikaomi Usui wurde am 15. August 1865 in dem Dorf Yago im Gifubezirk in Japan geboren. Seine Vorfahren lebten dort bereits seit elf Generationen. Seine Familie gehörte der Tendai Sekte, einer Esoterischen Richtung des Buddhismus, an. Als er vier Jahre alt war, wurde er in ein Tendai Kloster gebracht, um dort seine Grundausbildung zu bekommen. Er war ein sehr begabter Schüler.
Er wuchs während einer Zeit auf, in der die Japanische Gesellschaft viele Veränderungen und auch Wachstum erfuhr. Seit 1641 wurden alle Ausländer, mit Ausnahme der Holländer aus Japan verwiesen – für die, die bleiben durften, war der Aufenthalt nur in speziellen Handelszentren in Nagasaki gestattet. Das Christentum wurde verboten und die Japaner mussten sich in Shinto Tempeln anmelden. Japan öffnete seine Türen erst ab den 50-iger Jahren des 19. Jahrhunderts, nachdem die "Schwarzen Schiffe" eines amerikanischen Seeoffiziers mit der Drohung, Tokyo zusammenzuschiessen, wenn diplomatische Beziehungen zwischen den USA und Japan von Japan weiterhin abgelehnt würden, im Hafen Uraga angelandet waren. Das Verbot für das Christentum wurde erst 1873 aufgehoben.
Während des Übergangs (1860 – 1890) von feudaler zur industriellen Gesellschaft, suchte Japan nach einer spirituellen Richtung für sein Volk. Der Meji Kaiser hatte ein neues Regime begründet, das das der Schogun besiegte. Die feudalen Staaten wurden der direkten Kontrolle einer Zentralregierung mit neuem Sitz in Tokio unterstellt. Unter dieser neuen Staatsmacht wurden einige „alte Ideen“ zu Gunsten der Modernisation verworfen. Doch was die japanische Spiritualität anbetraf, so wurde die Bevölkerung ermutigt, ihren traditionellen Weg des Shinto und Buddhismus zu vertiefen, indem sie die neuen Ideen, die sich leicht eingliedern ließen, einbezogen - jedoch bei gleichzeitigem Festhalten an den Grundsätzen dieser Traditionen.
Usui genoß eine höhere Bildung und erhielt einen Doktortitel in Literatur. Er sprach mehrere Fremdsprachen und verstand sich gut in westlicher Medizin, Theologie und Philosophie. Wie viele Intellektuelle seiner Zeit war er von der „neuen Wissenschaft“ aus dem Westen fasziniert. Es entstand eine helle Aufregung darüber, wie der Alltag nach abendländlicher Manier umgestaltet werden könne. In jedem Bereich des sozialen und politischen Lebens wurden Männer mit Kenntnis der modernen Wissenschaft in höhere und angesehene Positionen befördert.
Usuis Vater, Uzaemon, war ein glühender Verfechter des neuen Regimes und vertrat fortschrittliche politische Ansichten. Usui hatte großen Respekt gegenüber dem Vater und war daher stark durch dessen Begeisterung über die „westliche Art“ beeinflusst. Er reiste und es wurde gesagt, dass er westliche Medizin und Wissenschaft studiert habe. Darüber hinaus, war er mit einigen christlichen Missionaren befreundet, die Medizin in Harvard und Yale studiert hatten.
In der Zeit, als Japan seine Tore dem Westen öffnete, waren die ersten Ankömmlinge evangelische und katholische Missionare. Sie begannen ihre Arbeit in drei Hauptbezirken. Einer davon war Yokohama unter Einfluss des Pastors John Ballagh. Dort fingen sie mit ihrer medizinischen Arbeit an und brachten so das westliche Wissen der Medizin mit sich. Diese Missionare wurden erfolgreiche Anführer und gründeten 1873 die erste christliche Kirche in Japan.
Zur gleichen Zeit kehrte ein Japaner namens Neesima von seinen Reisen nach Amerika, wo er zum Christentum konvertiert war, zurück. 1876 gründete er die Doshi-sha Schule in Kyoto, einer Stadt, die über Jahrhunderte hinweg als Hochburg des Buddhismus galt. Doshi-sha wurde zum Priesterseminar, das den Slogan „Vereint im Ideal“ vertrat. In den späten 80-iger Jahren des 19. Jahrhunderts, führte Doshi-sha die „liberale Theologie“ ein und lud Unitarische Missionare aus Amerika ein. Diese Institution wurde ein Zentrum für Missionare, die Seminare und Unterricht über den liberalen christlichen Glauben gaben.
Sie waren dem Darwinismus und den wissenschaftlichen Ansichten über das Leben sehr aufgeschlossen. Durch Usuis weitreichende Bildung in Theologie und Naturwissenschaften und durch die Freundschaft zu gewissen Missionaren ist es möglich, dass Usui einige dieser Seminare belegte – und vielleicht sogar gebeten wurde, Vorträge zu halten. Aufgrund seiner persönlichen Aufzeichnungen ist jedoch klar, dass er sich nicht zum christlichen Glauben bekannte, und dass er seinen Lehrern sehr skeptisch gegenüberstand.
Während seines jungen Erwachsenenalters wohnte Usui mit seiner Frau Sadako Suzuki und zwei Kindern - 
einem Sohn, Fuji, und einer Tochter - in Kyoto. Er war Geschäftsmann und hatte unterschiedlichen Erfolg damit. Er sah sich einigen Herausforderungen gegenüber, doch seine starke Entschlossenheit und positive Lebenshaltung verhalfen ihm diese Schwierigkeiten zu überstehen. Er fuhr mit seinen spirituellen Studien fort und schloss sich einer spirituellen Gruppe namens “Rei Jyutsu Kai“ an. Diese Gruppe verfügte über ein spirituelles Zentrum am Fuße des heiligen Berges Kurama-yama nördlich von Kyoto. Auf dem Gipfel des Berges befindet sich ein Buddhistischer Tempel, der Kurama-dera, der die Statue des Amida Buddha beherbergt.
Der Tempel gehörte zu dieser Zeit der Tendai Sekte und war im Jahre 770 erbaut worden. Kurama war als Kraftort bekannt und viele berühmte Weise,auch der Tenno (Kaiser), kamen dorthin, um zu beten. Der Tempel und die umliegende Gegend werden in ihrem natürlichen Zustand erhalten und der Berg selbst ist das spirituelle Symbol des Kurama Tempels. Stufen führen hinunter zum Fuß, wo manche sitzen, um zu beten und zu meditieren. In der Nähe befindet sich ein Wasserfall, und es wird gesagt, dass Usui diesen Ort selbst oft aufsuchte, um zu meditieren.
Während dieser Zeit (um 1900 herum) erkrankte Usui schwer, als eine Epidemie Kyoto befiel. Er hatte eine tief greifende Nahtoderfahrung, in der er Visionen und Aufgaben des Mahavairocana Buddha, des Großen Hauptbuddhas erhielt. Diese Erfahrung veränderte sein Leben und es veranlasste ihn dazu, seine Leben neu zu beurteilen. Er entwickelte ein starkes Interesse an der esoterischen Heilwissenschaft, die durch Buddha gelehrt wurde und er entwickelte einen von Mitgefühl geleiteten Wunsch diese Methoden zu erlernen, um selbst der Menschheit helfen zu können. Als er sich von seiner fast todbringenden Krankheit erholte, begann er seine Erfahrungen mit seiner Familie und einem Priester der Familie zu besprechen. Diese waren entsetzt über seine Behauptung, erleuchtete Götter gesehen zu haben, und baten ihn, den Tempel zu verlassen.
Entschlossen, Antworten auf seine Fragen zu finden, traf Usui nach einiger Zeit einen Shingon Bonze, der Usuis großes spirituelles Potential erkannte und ihn als Studenten annahm. Usui wurde dann ein frommer Shingon Buddhist, was seine Familie noch mehr entsetzte und sie ihn daraufhin aus der Ahnenreihe der Familie entfernten. Usui wurde als Verräter seiner Familie und Vorfahren gesehen. Bis zum heutigen Tag weigern sich Verwandte über ihn zu sprechen, indem sie vorgeben, dass es gegen den Willen der Vorfahren sei, seinen Namen auszusprechen. Sogar seine Tochter setzte eine Klausel in ihren letzten Willen, die besagt, dass der Name ihres Vaters in ihrem Hause niemals genannt werden dürfe.
Mikao Usui verbrachte viel Zeit und gab viel Geld aus, um seinen neu gefundenen spirituellen Weg zu folgen, in dem er buddhistische Schriften sammelte und studierte. Er studierte vor allem buddhistische Heilmethoden und Energiearbeitsweisen, die sich auf das Verwenden des „Ki“ konzentrierten. Darüber hinaus, beherbergt Kyoto viele große und umfangreiche buddhistische Bibliotheken und Klöster, die über eine Ansammlung alter Texte verfügten. Aus diesem Grund ist es durchaus wahrscheinlich, dass Usui einige seiner Untersuchungen dort durchführte.
Viele Jahre lang studierte und praktizierte Usui die Buddhistischen Lehren. Über die Zeit hinweg wurde er zu einem anerkannten Gelehrten mit einem Gefolge von Schülern. Sie trafen sich regelmäßig und Usui teilte ihnen mit, dass er das Glück gehabt hatte, die alten Schriften studieren zu können. Das Hauptinteresse seiner Arbeit lag im Heilen, um allen Menschen helfen zu können.
Mikao Usui glaubte, dass ein Laie Zugang zu Buddhistischen Heilmethoden haben sollte, und war somit seiner Zeit im Denken weit voraus. Er suchte nach einem Weg, diese wirksamen Methoden der Allgemeinheit zugängig zu machen, ohne vorher eine lange und mühsame Ausbildung absolvieren zu müssen. Aus großen Mitgefühl und mit Entschlossenheit schwor er sich, dass er eines Tages einen Weg finden würde, eine Synthese der Heilmethoden zu finden, die alle Arten von Krankheiten heilen konnten, und in der jeder unterrichtet werden konnte.
1914 zog sich Usui zur Meditation zurück, um somit Antworten auf Lebensprobleme zu erhalten. Wir glauben, dass er bei diesem Rückzug seinen Eid vor Augen hatte. Wie die Geschichte besagt, ging Usui zu einer Meditationsstelle am Kurama-yama Berg und unterzog sich intensiven Praktiken, die er studierte hatte. Während seiner „Satori“ (Erleuchtung) Erfahrung wurde ihm klar, wie die göttliche Ki-Kraft ihm bei einigen seiner Schwierigkeiten helfen könne. Durch die vielen Lehrjahre und Jahre des Übens schließlich, war es Usui möglich eine Methode zusammenzufügen, die die Essenz der buddhistischen Praktiken so vereinte, dass er damit arbeiten konnte. Später wurde diese Methode als Reiki bekannt.
Er praktizierte diese neue Methode zuerst bei sich selbst und bei Freunden. Es wird gesagt, dass er möglicherweise sein Wissen, Techniken und Ideen mit Morihei Ueshiba (dem Begründer des Aikiko), Onasiburo Deguchi (Gründer der Omoto Religion) und Toshihiro Eguchi (einer der Führer der Wiederbelebung des Shinto in Japan)  teilte. Nach einiger Zeit begann er diese Heilmethode den Bewohnern von Kyoto anzubieten. Dies gab ihm die Gelegenheit seine Methode zu perfektionieren und zu verfeinern. In der Zwischenzeit hielt er regelmäßige Versammlungen für seine immer größer werdende buddhistischen Anhängerschaft ab und entwickelte und verfeinerte sein System  weiter.
1922 zog Usui nach Tokio, wo er eine Reikiklinik in Harajuku außerhalb Tokios eröffnete. Er begann zu unterrichten und lehrte das Heilsystem – Reiki. Er fing ebenso damit an, ein kleines Lehrbuch zu verwenden, das die Regeln, Meditationen und Japanische Gedichte (Waka) enthielt – Handpositionen jedoch wurden nicht erwähnt.
Seine Lehren schienen von der älteren Generation gut angenommen zu werden, da sie diese als eine Rückkehr zu ihren alten vertrauten spirituellen Praktiken betrachteten. Usui lehrte eine kleine Zahl Shinpiden (Meistergrad). Unter ihnen waren 5 buddhistische Nonnen, 3 Marineoffiziere und 9 andere Personen. Toshihiro Eguchi war unter ihnen. Es wurde gesagt, dass er zu Usuis besten Freunden zählte. Eguchi gründete dann später seine eigene spirituelle Gesellschaft, die er Tenohira-Ryouchi-Kenyuka nannte. Seine Anhänger wenden einfache Handauflegetechniken an, die durch die Intuition geleitet werden. Sie werden durch einen einfachen Initiationsprozess weitergegeben.
Am 1. September 1923 wurde Tokio und die umliegende Gegend von einem verheerenden Erdbeben erschüttert. Tokios Stadtmitte wurde dabei zu größten Teil dem Boden gleich gemacht und durch Brände zerstört. Über 140.000 Menschen kamen ums Leben. Die Holzhäuser gingen während der Beben schnell in Flammen auf. Drei Millionen Häuser wurden zerstört und hinterließen zahllose Obdachlose. Viele Tausende erlitten schwere Verletzungen. Das öffentliche Wasser und Abwassersystem wurde zerstört. Der Wiederaufbau dauerte Jahre.
Als Antwort auf die Katastrophe boten Usui und seine Schüler den zahllosen Opfern Reiki an. Seine Klinik wurde schnell zu klein, um die Schar der Patienten versorgen zu können. Im Februar 1924 baute er deshalb eine neue Klinik in Nakano außerhalb Tokios. Sein Ruhm verbreitete sich schnell in ganz Japan und er erhielt Einladungen von überall aus dem Land, um seine Heilmethoden zu lehren. Er erhielt eine Auszeichnung für größte ehrenwerte Arbeit vom Kaiser. Viele berühmte Heiler und Ärzte wollten seine Methoden erlernen.
Um den Nachfragen Genüge tun zu können begann Usui 1924 eine vereinfachte Form von Reiki in der Öffentlichkeit zu lehren. Zwei seiner namhaften Studenten dieser Form waren:
Toshihiro Eguchi, der 1923 mit Usui studerte. Eguchi war der bekannteste Schüler Usuis und hat wohl mehrere tausend Schüler vor dem Krieg unterrichtet. Es ist hauptsächlich Eguchi zu verdanken, dass das Heilen durch Hände auflegen in Japan seine Fortsetzung fand.
Chujiro Hayashi studierte 1925 bei Usui ein Jahr vor Usuis Tod. Hayashi war einer der ersten nicht buddhistischen Schüler Usuis und verfügte über einen anderen sehr starken Glauben, der entscheidend christlich geprägt war. Usui entließ Hayashi schließlich. Hayashi verwandte das Wissen, das er von Usui mitbekommen hatte, um eine Klinik in Tokio zu eröffnen. Er veränderte das Format der Usuischen Lehre etwas und entwickelte komplexere Handpositionen, die für die Anwendung in der Klinik angebracht waren. In seiner Klinik wandte er eine Methode an, die erforderte, dass mehrere Praktizierende gleichzeitig an einem Patienten arbeiteten, um somit den Energiefluss zu maximieren. Hayashi weihte seine Schüler in den ersten Grad ein und sie verpflichteten sich im Gegenzug zu einer drei monatigen unentgeltlichen Arbeit in seiner Klinik.
Nach diesem Zeitraum bot er den besseren Schülern den zweiten Grad an, wenn sie sich für weitere neun Monate verpflichteten. Die Schüler, die diesen Zeitraum abschlossen erhielten die Gelegenheit zu weiterer Ausbildung. Nach einer weiteren Verpflichtung für zwei Jahre (eine Ausbildung unter Hayashi mit eingeschlossen) wurden den Schülern alle Einweihungen gelehrt und es wurde ihnen erlaubt, den ersten Grad zu lehren. Anstelle von Geld mussten die Schüler acht Stunden pro Woche während der Zeit der Ausbildung in seiner Klinik arbeiten.
Hayashi legte detaillierte Berichte der Behandlungen in seiner Klinik an und nutzte die Informationen daraus, um Standardhandpositionen für verschiedene Krankheiten zu entwickeln. Diese Informationen wurden dann als Ausbildungshandbuch (Usui Reiki Hikkei) veröffentlicht, das den Reiki Gakkai Schülern mitgegeben wurde (Die Reiki Gesellschaft, die kurz nach Usuis Ableben gegründet wurde). Dies erlaubte es, dass Hayashis Version des Reiki zu einem ‚medizinischeren’ Modell umfunktioniert wurde, das heißt, eine bestimmtes Problem wird diagnostiziert und dann nach einem Muster von Handpositionen behandelt. Hayashi arbeitete auch Bereiche Usuis intuitiven Herangehens in sein Lehrmodel mit ein.
In dieser Zeit wurden immer mehr Anfragen an Usui gerichtet, Reiki zu lehren. Er reiste durch Japan (keine einfache Aufgabe zu der damaligen Zeit) um zu unterrichten und Einweihungen zu geben. Dies begann an seiner Gesundheit zu zehren und er fing an unter dem Stress zu leiden. Am 9. März 1926 bei einem Aufenthalt in Fukuyama erlitt er schließlich einen tödlichen Infarkt; er war gerade 62 Jahre alt.
Sein Körper wurde verbrannt und seine Asche in einem Tempel in Tokio aufbewahrt. Kurz vor seinem Tod wurde die Reiki Gesellschaft (Gakkai) gegründet. Die verbleibenden Schüler dieser Organisation trafen sich in Tokio, um einen Gedenkstein an Usui im Saihoji Tempel im Toyatama Bezirk von Tokio zu errichten.
Gemäß der Aufschrift unterrichtete Usui mehr als 2000 Menschen in Reiki, obwohl darunter wohl eher zu verstehen ist, dass er eine Vielzahl an Schülern hatte. Viele dieser Schüler eröffneten ihre eigenen Kliniken und entwickelten Reiki Schulen. Um 1940 herum gab es bereits mehrere Reiki Schulen in ganz Japan. Die meisten dieser Schulen lehrten die vereinfachte Methode, die Usui entwickelt hatte.
Die Usui Reiki Ryoho Gakkai wurde zu Zeiten von Usuis Ableben zu einer formalen und zusammenhängenden Organisation. Als der erste Präsident dieser Usui Reiki Ryoho Gakkai wird Mikao Usui selbst genannt, seine Nachfolger hießen Juzaburo Ushida, Kan'ichi Taketomi, Houichi Wanami und Kimiko Koyama. Der derzeitige Präsident ist Herr Masaki Kondo. Wenn überhaupt, so könnte allein Herr Kondo sich als Großmeister oder Oberlehrer des Reiki bezeichnen, eine derartige Bezeichnung ist in Japan jedoch unbekannt. 
Höchst wahrscheinlich wurde die Methodologie der Gakkai über die Jahre hinweg etwas unter der Aufsicht der Lehrenden verändert. Wir wissen, dass sie eine begrenzte Mitgliederzahl haben und, dass man von einem Mitglied eingeladen werden muss, um in die Gakkai eintreten zu können. Während des Krieges musste die Gesellschaft ihr Hauptquartier aufgrund der Bombenangriffe mehrmals verlagern, und in der Folge verloren einige Mitglieder den Kontakt zu den anderen. Die Gakkai ist nach wie vor der Reiki Tradition, wie sie in Japan erschaffen wurde, treu. Viel von dem, wie sie das System ‚aufrecht erhalten’, ist bei uns im Westen bis heute unbekannt.